Autismus – das rätselhafte Spektrum

Ein Lächeln erkennen, eine Berührung genießen, eine beiläufige Geste verstehen – für Autisten oft unmöglich. Immer mehr Menschen, vor allem Kinder, erhalten die Diagnose "Autismus-Spektrum-Störung" – eine vielschichtige neurologische Entwicklungsstörung mit ganz unterschiedlichen Ausprägungen: Einige Betroffene führen ein fast normales Leben, andere sind ein Leben lang auf Betreuung angewiesen. Doch nicht nur die verschiedenen Erscheinungsformen machen es schwer, Autismus zu verstehen. Auch die Ursachen geben Rätsel auf. Weltweit versuchen Wissenschaftler Antworten auf die Frage zu finden, warum sich das Gehirn von Menschen im Autismus-Spektrum anders entwickelt, um zuverlässige Diagnosen und passgenaue Therapien zu ermöglichen.
"Autismus – Das rätselhafte Spektrum" zeigt, was "Leben im Autismus-Spektrum" bedeutet. Für die Betroffenen und ihre Umwelt. Dafür hat ein Team von Radio Bremen Autist:innen in ihre Welt begleitet. Die Dokumentation zeigt die Herausforderungen ihres Alltags und lässt sie ihre persönlichen Geschichten erzählen. Dabei begleiten sie die beiden renommierten Autismus-Forscher Tony Attwood und Prof. Tebarzt van Eltz und räumen mit dem klischeehaften Bild auf, welches die meisten Menschen von Autisten haben. Denn kein Autist ist wie der Andere.
Zum aktuellen Stand der Autismus-Forschung wirft der Film einen exklusiven Blick in das Gen-Labor von Prof. Knoblich in Österreich.
"Autismus - Das rätselhafte Spektrum" ist eine Produktion von Dokness im Auftrag von Radio Bremen in Zusammenarbeit mit Arte. Die Autorin ist Nadine Niemann, die redaktionelle Verantwortung liegt bei Dirk Hansen.
Die Dokumentation ist ab dem 2. April vorab in der Arte-Mediathek verfügbar – am Welt-Autismus-Tag. Am Samstag, 5. April wird sie um 22:40 Uhr auf Arte ausgestrahlt.